Neues aus Sportdeutschland

Mira Jeanne Maack ist „Eliteschülerin des Sports 2024“

Über den Titel „Eliteschülerin des Sports 2024“ durfte sich die Para-Schwimmerin Mira Jeanne Maack (21, Berlin) freuen, die im Sommer bei den Paralympischen Spielen in Paris die Bronzemedaille über 100 m Rücken gewann.

Auf Platz zwei landete bei der diesjährigen Wahl die Biathletin Julia Tannheimer (19, Furtwangen), gefolgt von der Hochspringerin Ella Obeta (19, Nürnberg) auf Platz drei.

Zum 15. Mal zeichnete der DOSB gemeinsam mit der Sparkassen-Finanzgruppe die Eliteschüler*innen des Sports aus. Die besten drei Eliteschüler*innen der insgesamt 43 Eliteschulen des Sports (EdS) in Deutschland werden mit dem Titel und einem einmaligen Stipendium von der Sparkassen-Finanzgruppe geehrt. Platz eins erhält ein Stipendium in Höhe von 5.000 Euro. Für die Plätze zwei und drei werden jeweils 3.000 Euro vergeben.

Platz eins: Mira Jeanne Maack

Die Schülerin der Eliteschule „Schul- und Leistungssportzentrum Berlin“ gewann bei den Paralympischen Spielen in Paris im vergangenen Jahr Bronze über 100 m Rücken (S8) und stellte dabei in 1:18,36 Minuten einen neuen deutschen Rekord über die Strecke auf. Mira ist eines der Aushängeschilder der EdS in Berlin. Ehrgeiz und Disziplin zeigt sie nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in der Schule. 2025 wird sie ihr Abitur ablegen und weist hier sehr gute Noten im Einser- bis Zweierbereich auf.

„Wir müssen proaktiv eingreifen, bevor der große Schaden da ist“

Der DOSB hat zehn Forderungen an die neue Bundesregierung aufgestellt – und wir untermauern diese in den Wochen des Bundestagswahlkampfs und der anschließenden Koalitionsverhandlungen mit der Unterstützung von Testimonials aus dem Leistungssport, um anhand von Beispielen aus der Praxis deutlich zu machen, was diese Forderungen dem organisierten Sport bedeuten. Der Link zu allen zehn Forderungen findet sich am Textende. In Folge 1 geht es um Investitionen und Infrastruktur.

„Geht nicht - gibt’s nicht“, das ist das Motto, unter das Maurice Schmidt seinen Alltag als Leistungssportler gestellt hat. Als Goldmedaillengewinner bei den Paralympischen Spielen in Paris hat der 25-Jährige vom SV Böblingen eindrucksvoll bewiesen, dass er als Rollstuhlfechter in der Lage ist, die Grenzen des Machbaren immer weiter zu verschieben. Als Profisportler, der auf barrierefreie Infrastruktur angewiesen ist, erlebt er dagegen manchmal Dinge, die unter die Kategorie „Geht gar nicht“ einzuordnen wären. Und deshalb war er sofort bereit, seine Erfahrungen zu schildern, um die Forderung des DOSB nach kontinuierlicher und ausreichender Unterstützung für den Ausbau, die Sanierung, die Modernisierung und Dekarbonisierung von Sportstätten zu unterstützen.

„Grundsätzlich haben wir im Parasport den Vorteil, dass wir oft in neueren Hallen trainieren, weil das Thema Barrierefreiheit noch nicht lang bei der Errichtung von Sportstätten mitgedacht wird“, sagt Maurice Schmidt, der in Stuttgart Umweltschutztechnik studiert. Deshalb kennt er die Probleme mit maroden Sanitärbereichen, die in vielen alten Hallen Alltag sind, nicht so intensiv aus eigener Erfahrung. Aber was den Mann, der mit Dysmelie, einer Fehlbildung der Gliedmaßen, geboren wurde, oft verärgert, ist die Gleichgültigkeit, mit der Barrierefreiheit vielerorts noch immer angegangen wird. 

Preisverleihung des Wettbewerbs „Bewegung gegen Krebs“

Im Rahmen einer Preisverleihung im Haus des Sports in der Otto-Fleck-Schneise wurden die drei Gewinnervereine des Wettbewerbs „Bewegung gegen Krebs“ 2024 geehrt. Die Sportvereine der prämierten Aktionstage nahmen persönlich ihre Auszeichnungen entgegen. Dabei wurden Gutscheine des Sportgeräteherstellers BENZ Sport von Deutscher Krebshilfe, DOSB und DTB – den Initiatoren des Wettbewerbs – an die Sportvereine übergeben.

Die Preisträger*innen überzeugten mit innovativen Aktionstagen, die Bewegung, Information und Prävention miteinander verbanden.

  • Der SSV Hünfeld setzte auf ein abwechslungsreiches Programm aus Präventionssport an Land und im Wasser, darunter „Aqua-Drums“, und stellte den Spaß an Bewegung in den Vordergrund.
  • Der TSV Spandau begeisterte mit einem interaktiven „Trimmy-Rätsel“, das die präventive Wirkung von Bewegung kreativ erlebbar machte.
  • Der TV Lorenzreuth bot eine Vielfalt aus sportlichen Aktivitäten, Workshops und Infoständen zu gesunder Ernährung und Krebsprävention.

Sportliches Highlight
Die Preisverleihung fand in einem lockereren Rahmen statt und würdigte die kreativen Aktionen der Vereine. Nach der offiziellen Übergabe der Preise konnten die Preisträger*innen ein weiteres Highlight genießen: Gemeinsam wurde das Fußballspiel Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund im ausverkauften Deutsche Bank Park besucht.

Ein Wettbewerb mit gesellschaftlichem Mehrwert
Der Vereinswettbewerb „Bewegung gegen Krebs“ wurde erstmals in Kooperation mit dem DTB unter dem Motto „Leben liebt Bewegung Tu’s für Dich!“ durchgeführt. Die ausgezeichneten Vereine haben eindrucksvoll gezeigt, wie sie gesellschaftlich relevante Themen in ihren Vereinsalltag integrieren können und damit einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten.

Für mehr Bewegung in Deutschlands Kommunen

Seit fast einem Jahrzehnt arbeiten der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Team Gesundheit GmbH daran, Bewegung in Deutschlands Kommunen nachhaltig zu fördern und Menschen durch Bewegung zu einem gesünderen Lebensstil zu verhelfen. Nun wurde die erfolgreiche Partnerschaft bis 2028 verlängert - ein bedeutender Schritt für die Gesundheitsförderung in Deutschland.

Ein zentrales Projekt der Partnerschaft ist das Programm „Platzwechsel – Bewege dein Leben“, das seit 2017 erfolgreich in Städten und Gemeinden umgesetzt wird. Herzstück des Projekts bildet ein mehrwöchiger Aktionszeitraum mit Bewegungsangeboten lokaler Sportvereine und -anbieter, an denen Interessierte kostenfrei teilnehmen können. In bisher 22 Projekten an 15 Standorten konnten dabei tausende Bürger*innen zu mehr Bewegung motiviert werden. 15 Bewegungsparcours mit alltagsnahen Übungen zur Förderung von Koordination, Kraft und Beweglichkeit laden bis heute zu kostenfreier Bewegung vor Ort ein. Regionale Krankenkassen fördern das Angebot im Rahmen ihres gesetzlichen Präventionsauftrags und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung.

Mit dem Jahr 2025 startet „Platzwechsel“ in einer überarbeiteten und flexibleren Projektstruktur. Das Angebot ermöglicht es, gezielt auf die vielfältigen Bedürfnisse in den Kommunen einzugehen.

TSB Flensburg begeistert mit Safe-Sport-Initiative

Auf der Anfahrt von Flensburg nach Berlin hatten sie sich darauf geeinigt, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Die Projekte der 16 Mitbewerber um den Hauptgewinn im Bundesfinale „Große Sterne des Sports“ fanden sie zum überwiegenden Teil richtig stark. „Die hätten es alle auch verdient gehabt, ganz oben zu stehen“, sagt Ben Ullmann, als er am Montagmittag in der Zentrale der DZ Bank am Pariser Platz in Berlin sitzt und noch immer etwas ungläubig auf die mittlerweile leere Bühne blickt. Der, der am Ende ganz oben gestanden hatte und ein Selfie mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machen durfte, war er gewesen. „So richtig fassen kann ich das immer noch nicht“, sagt er. 

Ben Ullmann ist Jugendwart im Turn- und Sportbund (TSB) Flensburg. Anfang des vergangenen Jahres hatten er und ein Dutzend Mitstreitende nach Anregungen aus der jungen Mitgliedschaft des mit knapp 5500 Aktiven größten Flensburger Vereins die Idee geboren, den allgegenwärtigen Gebrauch von Mobiltelefonen im Sportumfeld einzudämmen. Insbesondere in Umkleideräumen fühlen sich Kinder und Jugendliche nicht mehr sicher, wenn sie befürchten müssen, beim Entkleiden gefilmt zu werden. Daraus entstand als Startschuss für die Kampagne „Mach mit! Handy aus.“ die Initiative „Ein sicherer Ort für alle!“, mit der die Nordlichter die Jury überzeugten und den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis vor dem Kajakverein „Werrepiraten“ aus Nordrhein-Westfalen (7.500 Euro) und dem TV Gengenbach aus Baden-Württemberg mit der Initiative „Natürlich FIT im Weinberg“ (5.000 Euro) abstaubten. 

Die Idee hinter dem Projekt ist eine einfache. Der Jugendausschuss entwickelte innerhalb von drei Monaten in unzähligen Sitzungen sechs verschiedene Plakatmotive, die zum Abschalten oder gar der Abgabe der Mobiltelefone vor dem Betreten des zu schützenden Sportraums anregen sollten. Rund 200 Plakate ließ die TSB-Crew drucken, die dank der Unterstützung der Stadt bis zu den Sommerferien 2024 bei allen Vereinen in Flensburg und in den mehr als 30 Schulen aufgehängt wurden. 

„Die initiierte Plakatkampagne sensibilisierte Mitglieder in Flensburger Sportstätten und Schulen, gab Gesprächsanlässe und Raum für Diskussionen und forderte zum bewussten Umgang mit Handys auf“, sagt Ruth Reich, Präventionsbeauftragte des TSB Flensburg. „An bestehende Verbote halten sich viele nicht. Über die Plakataktion ist es gelungen, die Mitglieder zu sensibilisieren und zu erreichen, dass das Gebot, das Handy auszuschalten, von fast allen befolgt wird“, sagt Ben Ullmann. Der 20-Jährige, der aus dem Triathlon kommt, absolviert derzeit eine Ausbildung zum Erzieher und arbeitet im TSB oft bis in die Nacht ehrenamtlich als Trainer und Jugendwart. 

Kontakt

SG Bad Bentheim e.V.

Molkereistr. 1
48455 Bad Bentheim

 05924 / 8102
 gerhard@eilering.eu 

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