Neues aus Sportdeutschland

Die Mission ist klar: Baseball in Deutschland groß machen

Seine Sozialisation als Sportvermarkter scheint deutlich durch, als Markus Jaisle die Wunschkonstellation seiner Woche skizziert. „Es wäre perfekt, wenn Jaden Agassi im entscheidenden Spiel den Punkt zum Sieg machen würde. Dann hätten wir die größtmögliche Aufmerksamkeit“, sagt der Mann, der mit Eintreten eines solchen Szenarios seinem Ziel ein gutes Stück näherkommen würde. Der 56-Jährige ist angetreten, im Auftrag des Deutschen Baseball und Softball Verbands (DBV) den amerikanischen Traditionssport hierzulande auf ein neues Bekanntheitslevel zu hieven. Ein Erfolg der Männer-Nationalmannschaft bei der aktuell laufenden Qualifikation für die WM 2026 wäre dafür ein Türöffner, und wenn der namhafteste Nationalspieler dabei die Hauptrolle spielen würde, wäre ein gewaltiges Medienecho gewiss. 

DOSB-Präsident Weikert ins EOC-Exekutivkomitee gewählt

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bleibt auch in den kommenden vier Jahren im Exekutivkomitee der European Olympic Committees (EOC) vertreten. Auf der Generalversammlung des Zusammenschlusses der Nationalen Olympischen Komitees Europas im Marriott Hotel in Frankfurt am Main wurde DOSB-Präsident Thomas Weikert (63/Limburg) am Freitagmittag mit knapp 80 % der Stimmen als eines von zwölf Mitgliedern neu in das Gremium gewählt. Er folgt damit aus deutscher Sicht auf die langjährige Hockey-Funktionärin Uschi Schmitz (72/Hanau), die nicht wieder kandidiert hatte.

 

Event-Inklusionsmanager*in im Sport: Manuel Beck

„Eine Leidenschaft – keine Barrieren“, das ist nicht nur die Motivation hinter der Initiative Barrierefrei Veranstalten des DJK Sportverband Köln. Für Manuel Beck, Event-Inklusionsmanager in eben diesem Verband, ist es auch der Slogan, der die Bedeutung von Sport und seine innovative Kraft treffend zusammenfasst.

Als Event-Inklusionsmanager (EVI) im katholischen Sportverband der Diözese Köln etabliert er derzeit eine Servicestelle für die Ausrichtung barrierefreier Events. Veranstaltende können dabei von den Erfahrungen und vom Wissen von Menschen mit Behinderungen profitieren.

Die Grundlagen für den nachhaltigen Aufbau einer solchen Beratungsstelle schuf Beck schon vor seiner Zeit als EVI, im Zuge des Projekts Veranstaltungen für Alle (veranstaltungenfueralle.de). Unter wissenschaftlicher Begleitung erarbeiteten die Verantwortlichen in drei Jahren Kriterienkataloge, Konzepte und technische Lösungen mit dem Ziel, Menschen die selbstbestimmte Teilhabe an Bewegung und Sport zu ermöglichen.

„Sport muss für jedes Kind in Deutschland Teil des Aufwachsens sein“

Der DOSB hat zehn Forderungen an die neue Bundesregierung aufgestellt - und wir untermauern diese in den Wochen des Bundestagswahlkampfs und der anschließenden Koalitionsverhandlungen mit der Unterstützung von Testimonials aus dem Leistungssport, um anhand von Beispielen aus der Praxis deutlich zu machen, was diese Forderungen dem organisierten Sport bedeuten. Der Link zu allen zehn Forderungen findet sich am Textende. In Folge 6 geht es um Spiel und Sport. 

Es mag keine neue Erkenntnis sein, dass sich Perspektiven verändern, wenn das Leben von eigenen Kindern bereichert wird. Und trotzdem staunt Laura Ludwig noch immer fast jeden Tag darüber, wenn sie mit dem natürlichen Bewegungsdrang ihrer Söhne Teo (6) und Lenny (2) konfrontiert wird. „Kinder haben ja ein ausgeprägtes natürliches Bewegungsbedürfnis. In unserer Familie kann ich das absolut bestätigen“, erzählt die Beachvolleyball-Olympiasiegerin von 2016. Im Garten ihres Hauses in einem Hamburger Vorort haben ihr Mann Imornefe Bowes und sie extra ein Klettergerüst aufgestellt, um den Jungs zusätzliche Abwechslung zu bieten und ihnen Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper zu vermitteln. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie kreativ sie dabei sind. Wenn Teo und Lenny die Wahl haben, ob sie drinnen oder draußen spielen, dann ist die Antwort klar, und das bei jedem Wetter.“ 

Bundestagswahl - Neue Chance für den Sport ergreifen

In der Demokratie sind Wahltage auch gleichzeitig Feiertage. Nach in diesem Falle wochenlangem Wahlkampf hat der Souverän, die wahlberechtigte Bevölkerung in unserem Land, gesprochen. Mit mehr als 80 % Wahlbeteiligung wurde der höchste Wert seit der Wiedervereinigungswahl 1990 erreicht. Wir haben diesmal eine echte Wahl gehabt, und immerhin haben sich mehr als drei Viertel der Wählerinnen und Wähler für demokratische Parteien entschieden. Verglichen mit Zahlen im europäischen Ausland, von der Wahl des Populisten Donald Trump zum US-Präsidenten ganz zu schweigen, ist unser Land noch einmal davongekommen.

Umso mehr bedeutet dieses Wahlergebnis einen Arbeitsauftrag an die demokratischen Parteien der Mitte von in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kaum gekannten Dimensionen. Heute vor drei Jahren begann Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine. In einer globalen Welt mit neuen Spielregeln - siehe Gespräche der USA mit Russland über die Ukraine und Europa -, einer inzwischen im dritten Jahr hartnäckig anhaltenden wirtschaftlichen Rezession und einer in der Breite der Gesellschaft angekommenen und von Sorgen und Ängsten geprägten Stimmung muss der nächsten Bundesregierung ein substanzieller Turnaround gelingen. Es gilt, verlorenes Vertrauen bei den Menschen in unserem Land zurückzugewinnen und den Vormarsch der Populisten zu stoppen. 

Gelingen dürfte dies wohl nicht ohne klare Einschnitte beim Status Quo, einem Tabu für die Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte. Wie auch immer die zukünftig regierenden Parteien das Land wieder auf Kurs bringen wollen, für mich ist eines klar: Wir müssen die Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden, und dafür benötigen wir Optimismus und das ehrenamtliche Engagement von Menschen für die Gemeinschaft. Eine schier unerschöpfliche Quelle für beides ist der Sport in Deutschland. Mehr als 28 Millionen Mitgliedschaften in unseren Sportvereinen sprechen für sich.

Um die Unterstützung dieser Menschen für den notwendigen Turnaround zu gewinnen, ist es Aufgabe der zukünftigen Bundesregierung, einige wenige Weichen zu stellen. Mit einer Bundesmilliarde pro Jahr zur Ertüchtigung unserer in die Jahre gekommenen Sportanlagen und Schwimmbäder können wir sukzessive den Sanierungsstau abbauen und die Zukunft unserer Gesellschaft sichern. Mit der Unterstützung einer Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele ab Ende des nächsten Jahrzehnts ließe sich ein nachhaltiger Motor für Innovation, Zusammenhalt und Fortschritt anwerfen. Und mit einer Ansiedlung des Sports im Kanzleramt böte sich die Chance, die unvergleichlichen Potenziale des Sports noch besser zu heben.

Der organisierte Sport in Deutschland unter dem Dach des DOSB ist mit seinen 86.000 Vereinen einmal mehr bereit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Wir sind der größte Anbieter für Gemeinschaft und Lebensfreude in Deutschland. Bald werden wir sehen, ob die zukünftigen Koalitionäre diese Chance für unsere Gesellschaft ergreifen. Ein überschaubares Invest in den Sport bringt große gesellschaftliche Rendite!

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SG Bad Bentheim e.V.

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