Neues aus Sportdeutschland

Das Sportabzeichen macht bundesweit in fünf Städten Station

In diesem Jahr macht die Tour in fünf Städten Halt und lädt tausende Menschen mit und ohne Behinderung jeden Alters ein, ihre sportlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
 

Sportliche Höhepunkte in fünf Bundesländern


Gemeinsam mit den gastgebenden Kommunen, den jeweiligen Landessportbünden und der Sparkassen-Finanzgruppe als nationalem Förderer schafft der DOSB auch 2025 wieder einzigartige Erlebnistage für Sportler*innen, Schulklassen, Vereine, Betriebe und alle Interessierten. Im Mittelpunkt stehen die vier Gruppen des Deutschen Sportabzeichens: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Neben dem sportlichen Wettkampf sorgen vielfältige Mitmachaktionen, Informationsstände und ein buntes Rahmenprogramm für ein sportliches Gemeinschaftserlebnis. Die Sportabzeichen-Botschafter*innen - darunter Para-Skirennfahrer Gerd Schönfelder oder die ehemalige deutsche Kunstturnerin und dreifache Olympiateilnehmerin Elisabeth Seitz - der Sparkassen Finanzgruppe begleiten, geben Tipps und feuern zu persönlichen Höchstleistungen an.

FAQs Markenrelaunch Deutsches Sportabzeichen

Dieser Soft-Launch nimmt eine Komplettumstellung des Deutschen Sportabzeichens 2026 vorweg  und zeigt neben dem neuen Logo auch die Gestaltung und Farbgebung. Dabei steht der Weg zum Ziel, der Sportabzeichen-Abnahme, im Mittelpunkt. Denn wer das Deutsche Sportabzeichen ablegt, begibt sich auf eine sportliche Reise. 

Dieser individuelle Weg, besteht nicht nur aus Leistung, sondern aus vielen kleinen Etappen, Herausforderungen und persönlichen Erfolgen. Es geht um Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination - aber vor allem um Freude an der Bewegung. Um das Erlebnis, sich selbst zu überwinden, besser zu werden, dranzubleiben. 

Das neue Logo steht ab sofort unter www.deutsches-sportabzeichen.de/materialien zum Download zur Verfügung und sollte unter Berücksichtigung der Design-Guidelines genutzt werden.

„Basketball ist wieder sexy in Deutschland“

Die Inselpark-Arena im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist in dieser Woche Schauplatz einer Vorrundengruppe der Frauen-EM. Die von Lisa Thomaidis trainierten deutschen Basketballerinnen, die 1997 mit Bronze ihr bestes EM-Ergebnis einfuhren, treffen am Donnerstag (20.00 Uhr) zum Auftakt auf Schweden, tags darauf geht es ebenfalls um 20.00 Uhr gegen Spanien, zum Abschluss wartet am Sonntag (18.00 Uhr) Großbritannien. Magenta TV überträgt alle Spiele live. Peter Radegast (54), der zwischen 2010 und 2015 erstmals Sportdirektor des DBB war und dieses Amt seit Mai 2024 erneut bekleidet, hofft darauf, dass der Heimvorteil die Mannschaft zumindest ins Viertelfinale trägt. 

DOSB: Peter, ein Heimturnier ist für Athlet*innen, aber auch für jeden Verband etwas Besonderes. Für den DBB ist die Frauen-EM „nur“ ein Viertel-Heimturnier, ihr richtet eure Vorrundengruppe D in Hamburg aus. Welchen Stellenwert hat das Event dennoch?

Peter Radegast: Einen sehr großen. Wir haben vor drei Jahren die Dekade des Frauen-Basketballs ausgerufen mit dem Ziel, den Sport nachhaltig zu fördern. Auf diesem Weg haben wir uns bewusst um die Ausrichtung der EM-Vorrunde in diesem Jahr und der WM im kommenden Jahr bemüht, weil die Möglichkeiten, die ein Heimturnier bietet, mit nichts zu vergleichen sind. Gerade im Frauensport fehlt oft die öffentliche Wahrnehmung großer Turniere, vor allem dann, wenn sie in anderen Zeitzonen stattfinden. Mit einem Turnier im eigenen Land erhöhen wir die Aufmerksamkeit signifikant, weil es vielen Fans die Chance eröffnet, die Mannschaft live spielen zu sehen. Insofern ist die Bedeutung dieser EM-Vorrunde hoch für uns als Verband.

Tschechien, Griechenland und Italien sind die Mitgastgeber, die Finalrunden finden komplett in Piräus statt. Besteht nicht die Gefahr, dass trotz einer hoffentlich erfolgreichen Vorrunde in Hamburg das Interesse danach stark abnimmt?

Ich hoffe, das Gegenteil ist der Fall. Geteilte Turniere sind bei den Männern schon länger gelebte Praxis. Sie haben den Vorteil, dass die Gruppenspiele in den jeweiligen Gastgeberstädten meist besser besucht sind, als das der Fall wäre, wenn alle Partien an einem Ort stattfänden. Und unsere Hoffnung ist, dass wir mit der Vorrunde die Fans anfüttern und ihnen Appetit machen, danach auch den weiteren Turnierverlauf zu verfolgen. Dass die Inselpark-Arena für die drei Vorrundenspiele gegen Schweden, Spanien und Großbritannien ausverkauft ist, zeigt uns, dass das Interesse groß ist.

Ärgert ihr euch schon, nicht die große Barclays-Arena gebucht zu haben?

Nein, denn wir sind realistisch genug, dass 13.000 Plätze dann doch etwas zu viel gewesen wären. Wir denken schon, dass wir eine Arena mit 6.000 Plätzen gut gefüllt hätten, aber die ist in Hamburg nicht vorhanden. Und wir freuen uns sehr auf die Atmosphäre, die man von den Bundesligaspielen der Männer der Hamburg Towers kennt. Ich bin sicher, dass die Stimmung die Mannschaft beflügeln wird.

Das würde helfen, immerhin hat Bundestrainerin Lisa Thomaidis drei bittere Ausfälle zu verkraften. Die Sabally-Schwestern Satou und Nyara sind wegen ihrer Verpflichtungen in der WNBA ebenso nicht dabei wie Kapitänin Marie Gülich nach ihrem Kreuzbandriss. Was ist dennoch zu erwarten von der Mannschaft?

Wir müssen nicht drumherum reden, dass diese Ausfälle uns sehr weh tun. Die drei Genannten gehören zu dem Kreis, der schon im Nachwuchs eine sehr erfolgreiche Generation geprägt hat und nun das A-Team bildet, sie sind absolute Führungsspielerinnen. Aber wir haben eine Reihe an jungen Spielerinnen, die nachrücken und sich nun etwas früher beweisen können, als es vielleicht geplant war. Ich nenne bewusst keine Namen, um keinen zusätzlichen Druck aufzubauen, aber wir haben einige Talente, von denen wir uns eine Menge erhoffen. Und wenn das Team als ein solches auftritt und zusammenhält, dann kann es sich in einen Flow spielen, der vieles möglich machen kann.

Die ersten beiden Teams aus den vier Vorrundengruppen erreichen das Viertelfinale. Wie ordnen Sie die Chancen ein, das zu schaffen?

Ich halte unsere Gruppe für sehr ausgeglichen, da kann wirklich alles passieren. Spanien dürfte voraussichtlich die Nase ein Stück weit vorn haben, wir werden uns mit Schweden und Großbritannien um Rang zwei duellieren, insofern ist das Auftaktspiel sicherlich schon ein wichtiger Gradmesser. Die Frauen haben sich eine gewisse Stellung erarbeitet, sind in der FIBA-Rangliste auf Rang 13 vorgerückt. Bei der EM 2023, wo wir Sechster waren und uns den Platz im Olympia-Qualifikationsturnier erarbeitet haben, sind sie ebenso über sich hinausgewachsen wie im Qualiturnier und dann bei den Spielen in Paris. Möglicherweise wird uns die Konkurrenz angesichts der prominenten Ausfälle ein wenig unterschätzen, das könnte, ebenso wie der Heimvorteil in der Vorrunde, den Ausschlag für ein weiteres starkes Turnier geben. Das Viertelfinale ist das Ziel, und in einer K.-o.-Runde ist sowieso alles möglich.

Der Hype um den deutschen Basketball ist groß, der WM-Titel der Männer 2023 und das Olympiagold 2024 der Frauen im 3x3 haben für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt. Wie nimmst du die aktuelle Stimmung wahr?

Wir surfen weiterhin auf einer Erfolgswelle. Was wir 2023 mit dem WM-Titel der Männer erlebt haben, war ein Gamechanger. Noch krasser war es im vergangenen Jahr. Dass das ZDF im Halbfinale der 3x3-Frauen kurz vor Spielende die Übertragung abbrach, war im Nachhinein ein Segen. Der riesige Shitstorm hat mit dazu geführt, dass das Finale eine kaum für möglich gehaltene Aufmerksamkeit bekam, und das hat das Team herausragend für sich genutzt. Der Hype danach war wirklich unglaublich. Bei aller verdienten Euphorie um die 3x3-Frauen wurde aber bisweilen übersehen, dass auch in der Fünfervariante die Frauen bei den Spielen in Paris durchaus erfolgreich waren. Bei der Olympiapremiere das Viertelfinale zu erreichen, darauf hatten wir zwar gehofft, aber erwartet hatte das niemand. Und wie verrückt ist es bitte, dass der vierte Platz der Männer, die vorher noch nie in einem olympischen Halbfinale standen, als große Enttäuschung wahrgenommen wird? Natürlich wollten die Jungs nach dem WM-Titel unbedingt auch in Paris eine Medaille. Aber der Halbfinaleinzug war eine großartige Leistung, das müssen wir immer wieder einordnen, um nicht die Relationen aus dem Blick zu verlieren.

Deutsche Rekordbeteiligung bei den World University Games in NRW und Berlin

Deutschland wird mit einer Rekord-Delegation zu den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games antreten. Am Mittwochnachmittag (11. Juni) nominierte der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) 305 Athletinnen und Athleten sowie 177 offizielle Delegationsmitglieder für die Weltspiele der Studierenden, die vom 16. bis 27. Juli in Bochum, Duisburg, Essen, Hagen und Mülheim sowie Berlin als Außenstandort ausgetragen werden. Team Studi geht in allen 18 angebotenen Sportarten an den Start und stellt sich der internationalen Konkurrenz aus rund 150 Ländern.

Während die größte Multisportveranstaltung des Jahres 2025 für viele Teilnehmende in erster Linie als Vorbereitung auf mögliche Einsätze bei Weltmeisterschaften oder Olympischen und Paralympischen Spielen dient, sind auch einige Athlet*innen am Start, die bereits Erfahrungen und Erfolge als Mitglieder des Team D vorweisen können. Nachdem Margarita Kolosov (21/Uni Stuttgart), Olympiavierte von Paris 2024 in der Rhythmischen Sportgymnastik, und Schwebebalken-Europameisterin Emma Malewski (20/TU Chemnitz) bereits in vorangegangenen Nominierungsrunden als Teilnehmerinnen bestätigt worden waren, kam am Mittwoch in 3x3-Basketballerin Elisa Mevius (21/University of Oregon) eine Olympiasiegerin von Paris zum Aufgebot hinzu.

Mit neuem Fokus: Ballhaus-Zwillinge kämpfen um WM-Medaillen

Im vergangenen Winter, als Wettkampf- und Trainingsbetrieb ruhten und sie endlich ein bisschen Muße fanden, haben Seija und Mascha Ballhaus eine To-do-Liste aufgestellt. Sich darüber klar zu werden, wohin ihr sportlicher Weg sie führen soll in den kommenden Jahren, war den Zwillingen ein wichtiges Anliegen. „Wir wollen bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles alles herausholen, was wir können. Dafür haben wir uns einen Plan gemacht, um so zielgerichtet wie möglich zu arbeiten“, sagt Mascha, während ihre eine Minute ältere Schwester zur Unterstützung vehement nickt. Es sind Momente wie diese, in denen deutlich wird, wie ernst es ihnen ist mit ihrem Sport. Aber auch, wie sehr sie es genießen, ihren Weg gemeinsam bestreiten zu dürfen.

Mascha und Seija sitzen für das Interview mit dem DOSB auf dem Bett, das sie sich in der Sportschule Kienbaum teilen. Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf die Judo-WM, die an diesem Freitag in Ungarns Hauptstadt Budapest beginnt, hat sie ins Berliner Umland geführt, in eine der Herzkammern des deutschen Sports. Sie genießen Trainingslager, weil sie in München, wo sie am Bundesstützpunkt trainieren, seit einigen Jahren getrennt voneinander leben. Weil sie aber seit ihrer Geburt fast alles teilen außer ihre Lebenspartner, gibt es die Ballhaus-Twins sportlich nur im Doppelpack. Entsprechend glücklich sind sie darüber, in Ungarn beide für das deutsche Team nominiert zu sein. Mascha tritt im 52-Kilogramm-Limit an, Seija in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo. Das gesamte deutsche Aufgebot findet ihr hier.

Es ist die dritte WM im Erwachsenenbereich, die sie gemeinsam angehen, aber in diesem Jahr ist etwas anders. „Bislang sind wir zur WM eher mit der Einstellung gefahren, dass wir unser Bestes geben und mal schauen wollten, wofür es reicht“, sagt Seija, „es war cool, dabei zu sein, aber realistisch gesehen gab es immer Gegnerinnen, die stärker einzuschätzen waren.“ In diesem Jahr reist sie allerdings als Europameisterin an, nachdem sie Ende April in Podgorica (Montenegro) ihren ersten großen Einzeltitel feiern durfte. Und auch Mascha, die im Mai beim Grand-Slam-Turnier in Astana (Kasachstan) Gold holte, zählt zum Favoritenkreis. „Wir reisen beide mit dem klaren Mindset nach Budapest, um die Medaillen mitzukämpfen. Wir wissen jetzt, dass wir im Erwachsenenbereich angekommen sind, dass wir zur Spitze gehören und an einem guten Tag jede Gegnerin schlagen können“, sagt Mascha.

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