Neues aus Sportdeutschland

„Rezept für Bewegung“ kommt in die Arztpraxis

Mehr Bewegung beginnt oft mit einem einfachen Impuls. Genau dafür steht das „Rezept für Bewegung“: Ärzt*innen können ihre Patient*innen gezielt zu mehr körperlicher Aktivität motivieren und konkrete Bewegungsangebote empfehlen. Jetzt wird dieses Instrument einfacher nutzbar als je zuvor. 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Mitte Februar 2026 darüber informiert, dass das „Rezept für Bewegung“ Praxisverwaltungssystem-Anbietern ab sofort als Formular zur freiwilligen Integration zur Verfügung steht. Damit kann das Formular direkt in die Praxissoftware eingebunden, digital ausgefüllt, ausgedruckt und unkompliziert im Praxisalltag eingesetzt werden. Ein wichtiger Schritt, um Bewegung noch stärker als selbstverständlichen Bestandteil gesundheitlicher Prävention zu verankern. 

Mit der Duria eG hat nun bereits der erste Anbieter reagiert und das „Rezept für Bewegung“ in sein Praxisverwaltungssystem integriert. Damit steht das Formular ab sofort rund 4.900 Mitgliedern sowie mehr als 2.300 Arztpraxen zur Verfügung. 

Bewegung einfacher in den Alltag bringen 

Bewegungsmangel gehört zu den größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit. Gleichzeitig wissen wir: Regelmäßige Bewegung wirkt präventiv, stärkt die körperliche und psychische Gesundheit und verbessert Lebensqualität in jedem Alter. Die Integration des „Rezepts für Bewegung“ in Praxissoftware erleichtert Ärzt*innen den Zugang zu einem niedrigschwelligen Präventionsinstrument – ohne zusätzlichen Aufwand im eng getakteten Praxisalltag. 

DOSB startet Engagement im E-Sport und gründet DOSB E-Sports gGmbH

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gründet die DOSB E-Sports gGmbH. Das hat das Präsidium des DOSB beschlossen. Mit der neuen Gesellschaft schafft der DOSB eine eigenständige organisatorische Plattform, um sein zukünftiges Engagement im Bereich E-Sport strukturiert, partnerschaftlich und werteorientiert weiterzuentwickeln. Ziel der DOSB E-Sports gGmbH ist es, gemeinsam mit bestehenden Akteuren aus E-Sports, Gaming, Sport, Politik und Gesellschaft nationale Strukturen und Projekte zu entwickeln, die Leistung, Haltung und Community miteinander verbinden.

Leon Ries, Vorstand Jugend im DOSB, erklärt: „E-Sports und Gaming sind für Millionen junger Menschen selbstverständlicher Teil ihrer Lebensrealität. Als organisierter Sport sehen wir darin die Chance, Bewegung, Leistung, Gemeinschaft und Werte auch im digitalen Raum sichtbar zu machen und gemeinsam mit bestehenden Akteuren Verantwortung für positive Entwicklungen zu übernehmen.“

DOSB begrüßt Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses zur Olympiabewerbung

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat in seiner Sitzung am Donnerstagvormittag den Senat beauftragt, sich gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Ausrichter für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu bewerben. Zwei Drittel der Abgeordneten stimmten für das Konzept Berlin+, das der Berliner Senat am 5. Mai einstimmig beschlossen hatte. 

Damit hat Berlin als dritter nationaler Bewerber die Voraussetzungen der Stufe 2 im dreistufigen Auswahlverfahren des DOSB abgeschlossen. Zuvor hatten die Menschen in München und der Rhein-Ruhr-Region in Bürgerreferenden bereits mit großer Mehrheit für Spiele in ihrer Stadt beziehungsweise Region gestimmt. In Hamburg findet am 31. Mai ein Bürgerschaftsreferendum statt. Am 4. Juni endet die Frist zur Einreichung der Konzepte beim DOSB. Anschließend werden die Konzepte evaluiert. Das Ergebnis des Beschlusses fließt ebenfalls in die Bewertungsmatrix des DOSB ein. Über den nationalen Kandidaten stimmt am 26. September in Baden-Baden die außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB ab.

In Berlin ersetzt der Beschluss ein Bürgerreferendum

Anders als die drei anderen deutschen Bewerber verfügt das Land Berlin nicht über die rechtliche Voraussetzung, eine eigene Volksabstimmung auf den Weg bringen. In Berlin ersetzt der Beschluss somit ein Referendum und dokumentiert die politische Unterstützung des gewählten Landesparlaments für die Bewerbung. Zuvor hatte sich das Berliner Parlament mit der Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ befasst. Darin unterstützt der Landessportbund Berlin die Olympiabewerbung und fordert konkrete Verbesserungen für die Sportförderung und Sportinfrastruktur.

Warum das Extreme niemals normal werden darf

Am vorvergangenen Wochenende konnten wir live verfolgen, wie der Berliner Ultra-Marathonläufer Arda Saatci innerhalb von 96 Stunden 600 Kilometer durch den Westen der USA laufen wollte. Auch ich war fasziniert davon, dass das, was dieser Typ vorhatte, der absolute Wahnsinn ist. Auch wenn er am Ende 123 Stunden gebraucht hat, um die gut 14 Marathonläufe am Stück zu absolvieren, ist diese Leistung kaum greifbar und hat wieder einmal gezeigt, wie es möglich ist, die eigenen Grenzen zu verschieben. Die Tausenden Menschen, die diesen Weg mitverfolgt und den Hut davor gezogen haben, unterstreichen diese einzigartige Leistung. Und trotzdem kam neben der Faszination in mir auch ein Störgefühl auf. Das Ausmaß, mit dem dieser Lauf verfolgt wurde, hat mich irritiert, und ich war damit nicht allein. Auch Christoph Becker hat am vergangenen Mittwoch in der FAZ in seinem Kommentar ein ähnliches Gefühl benannt. Uns droht gerade die Realität wegzulaufen. Eine Entwicklung, die ich bereits länger mit großer Sorge betrachte.

Machen wir uns nichts vor: Das Ausloten von Grenzen, dieses „Schneller, Höher, Weiter“, ist die DNA des Leistungssports. Jede Athletin und jeder Athlet möchte herausfinden, wie weit die individuelle Leistungsgrenze verschoben werden kann. Das ist schon immer so gewesen, und es wird auch in Zukunft das Ziel sein, den menschlichen Körper weiter zu optimieren und dabei auch Erkenntnisse der Wissenschaft einzubeziehen, im medizinischen oder auch im technischen Bereich. Was dabei jedoch aktuell aus dem Fokus zu geraten scheint, ist der Fakt, dass Leistungen wie die von Arda Saatci absolute Extreme und eine Ausnahme sind. Extreme, die nur erbracht werden können mit der Hilfe von jahre- oder meist gar jahrzehntelangem Training, körperlicher und mentaler Ausnahmekonstitution und finanzieller Unterstützung auf höchstem Niveau. Die Normalität ist eine andere: Einen Marathon zu laufen, ist bereits eine Ausnahme, die nicht einfach so geleistet werden kann. Auch wenn es mich fasziniert und gleichzeitig befremdet, wie viele Leute das mittlerweile versuchen, ist es ein Fakt und keineswegs verwerflich, dass viele dieser Versuche nicht erfolgreich sind.

Es ist gut, dass Saatci, in einem „Focus“-Interview öffentlich erklärt hat, sein Projekt sei nicht zum Nachahmen empfohlen. Der Eindruck, der durch die Aufmachung seines Laufes entsteht, ist jedoch ein anderer: Immer mehr Menschen halten es nicht nur für möglich, sondern sogar für erstrebenswert und irgendwie schon selbstverständlich, die von der eigenen Physis gesetzten Grenzen unter Einbezug sämtlicher zur Verfügung stehenden Mittel so weit zu verschieben, dass das Extreme zum Normalen wird.

Kein seriöses Medium kommentiert die perverse Show positiv

Eine Show, die exemplarisch für genau dieses Denken und Handeln steht, sind die „Enhanced Games“ (besser bekannt unter dem Namen „Doping-Spiele“), die am Pfingstwochenende in Las Vegas ihre Premiere haben sollen. Rund 50 Teilnehmende in den olympischen Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen sowie im Gewichtheben treten dort an, um unter expliziter Freigabe von Dopingmitteln Weltrekorde zu brechen. Wem das gelingt, der kann sich einen Bonus von einer Million US-Dollar sichern. Wer einfach nur gewinnt, kann bis zu einer Viertelmillion kassieren; die Antrittsgage in fünfstelliger Höhe ist allen garantiert.

Es könnte mich beruhigen, dass unter den Premierengästen außer dem früheren 100-Meter-Weltmeister Fred Kerley, der wegen eines Dopingvergehens bereits suspendiert ist, keine Athlet*innen auf Weltklasseniveau ihre Teilnahme zugesagt haben. Alle internationalen und nationalen Fachverbände sowie das IOC und die WADA verurteilen die Pläne der Organisatoren und haben geschlossen erklärt, dass alle Teilnehmenden künftig nichts mehr im sauberen Sport zu suchen haben. Es gibt kein seriöses Medium weltweit, das die „Enhanced Games" positiv kommentiert, und selbst in den USA keinen Medienpartner, der diese perverse Show begleiten möchte. Und trotzdem: Allein die Diskussionen, die darüber entstanden sind, richten bereits immensen Schaden an. Überhaupt in Erwägung zu ziehen, ob es für den durchschnittlichen Menschen zur Mode werden soll, seine Grenzen mittels verbotener, unkalkulierbar gesundheitsgefährdender Stoffe ins Extreme zu verschieben, richtet immensen Schaden an. Weil es unterstreicht, wie weit unsere Gesellschaft, deren Spiegel der Sport ist, zu gehen bereit scheint.

Klarzustellen ist: Die Summen, die im Raum stehen, rechtfertigen das Nachdenken über eine Teilnahme. Insbesondere für Athlet*innen, die nicht aus Europa kommen, ist die Möglichkeit, auf einen Streich für das eigene und die Leben der Familie ausgesorgt zu haben, mehr als verlockend. Gesundheitliche und ethische Bedenken verschwinden dahinter. Es fällt mir daher schwer, jemanden zu verurteilen, der dieser Verlockung nachgeht. Es muss jedoch klar sein: Wer sich einmal öffentlich für Doping ausgesprochen hat – und bereits die Teilnahme an den Enhanced Games ist ein solches Statement –, hat im sauberen Sport nichts mehr zu suchen. Hier sehe ich einen Unterschied zu denen, die einen Dopingverstoß begangen haben, aber Reue zeigen und sich grundsätzlich gegen Doping positionieren. Für diese sieht unser System eine zweite Chance vor. Befürworter*innen von Doping haben diese nicht verdient.

Diversity Day: So lebt ihr Vielfalt im Sportverein

Vielfalt ist eine zentrale Stärke des Sports. Jeden Tag bringen Sportvereine Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Lebensrealitäten zusammen. Gleichzeitig zeigt sich: Vielfalt entfaltet sich nicht von selbst, sie braucht Bewusstsein, Strukturen und konkrete Unterstützung im Alltag der Vereine.

Der DOSB stellt dafür verschiedene praxisnahe Angebote bereit. Sie unterstützen Vereine dabei, Zugänge zu erleichtern, Barrieren abzubauen und eine offene, wertschätzende Vereinskultur zu fördern. Im Folgenden ein Überblick über ausgewählte Tools, Qualifizierungen und Formate:

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SG Bad Bentheim e.V.

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