Neues aus Sportdeutschland

Vier Neue in der „Hall of Fame des deutschen Sports“

Die zweifache Olympiasiegerin und siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier, der Olympiasieger und Weltmeister im Kunstturnen Fabian Hambüchen, Deutschlands erfolgreichster Skirennläufer im alpinen Weltcup, Felix Neureuther, sowie die Doppel-Olympiasiegerin und frühere Weltrekordhalterin im Schwimmen, Britta Steffen, sind von der Jury in die von der Sporthilfe initiierte „Hall of Fame des deutschen Sports“ gewählt worden.

Die vier Athletinnen und Athleten, die von Sporthilfe, Deutschem Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten als den drei Trägern der „Hall of Fame“ der Jury vorgeschlagen wurden, stehen damit ab sofort in einer Reihe von insgesamt jetzt 142 herausragenden Sportpersönlichkeiten, die durch ihren Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben.

Die offizielle Aufnahmefeier findet am Donnerstagabend, den 26. November 2026 bei PwC Deutschland, Nationaler Förderer der Sporthilfe, in Frankfurt am Main statt.

„Eigentlich denke ich nur noch an Olympia“

In der BT-Arena in Cluj-Napoca startet am Donnerstag dieser Woche die EM-Mission der deutschen Volleyball-Männer. Die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti, die an diesem Dienstag aus dem Trainingslager in Kienbaum nach Rumänien reist, trifft in Gruppe D zum Auftakt um 19 Uhr auf die Türkei. Weitere Gruppengegner sind Lettland (11. September, 16 Uhr), Gastgeber Rumänien (12. September, 19 Uhr) und die Schweiz (14. September, 16 Uhr), ehe es zum Vorrundenabschluss am 15. September (19 Uhr) gegen Olympiasieger Frankreich geht. Der 2,06 Meter lange Mittelblocker Anton Brehme hat zwar kein Verständnis für den extrem gestrafften Zeitplan, freut sich aber dennoch auf das Turnier, bei dem die jeweils besten vier Teams der vier Vorrundengruppen das Achtelfinale erreichen. Im Gespräch mit dem DOSB blickt der 27-Jährige, der in der kommenden Saison für die Wolfdogs Nagoya in Japan spielen wird, aber auch schon auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles voraus.

Anton, die deutschen Basketballerinnen spielen aktuell ihre Heim-WM, die komplett in Berlin stattfindet. Eure EM dagegen wird in vier Ländern ausgetragen. Wie gelingt es, dass trotzdem echte Turnierstimmung aufkommt?

Anton Brehme: Interessante Frage, da sind wir uns auch noch nicht ganz sicher. Die Halle wird wahrscheinlich ziemlich leer sein, wenn Rumänien nicht spielt, und viele Fans aus Deutschland sind auch nicht zu erwarten. Aber davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen. Wir müssen selbst im Team für die richtige Stimmung sorgen, denn die ist sehr wichtig für uns, damit wir in den nötigen Flow kommen. Und vielleicht unterschätze ich auch die rumänischen Fans.

Ihr spielt eure Vorrunde in Cluj-Napoca in Rumänien. Welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Gastgeber, was erwartet euch dort?

Ich persönlich habe noch nie in Rumänien gespielt, und ich glaube, das geht den meisten im Team so. Deshalb kann ich nicht einschätzen, was uns dort erwartet. Ich bin sicher, dass es im Duell mit den Rumänen eine sehr gute Atmosphäre geben wird. Grundsätzlich mache ich mir darüber aber keine Gedanken. Die Arenen, die für eine EM als Austragungsort ausgewählt werden, sind alle ähnlich und erfüllen alle notwendigen Standards. Insofern gehe ich offen und positiv an diese neue Erfahrung heran.

Mit welcher sportlichen Zielsetzung geht ihr in das Turnier? Wann wäre diese EM für dich persönlich ein Erfolg?

Das erste Ziel ist der Viertelfinaleinzug. Es gibt bei der EM wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation zu gewinnen, und dafür wollen wir uns in die bestmögliche Position bringen. Aber wir würden natürlich gern auch den nächsten Schritt machen und an die historische EM-Silbermedaille von 2017 anknüpfen. Ich habe noch nie ein EM-Halbfinale gespielt, deshalb wäre die EM für mich persönlich ein Erfolg, wenn wir es über das Viertelfinale hinaus schaffen.

Lass uns auf die Gruppengegner schauen: Frankreich, Lettland, Rumänien, Schweiz und die Türkei. Die Franzosen sind Olympiasieger, ihr habt sie in der Nations League in diesem Sommer aber geschlagen. Die Türken lagen in der Nations League vor euch. Was ist also in dieser Gruppe realistisch möglich für euch?

Klar ist, dass wir uns in dieser Gruppe zumindest für das Achtelfinale qualifizieren sollten. Aber ich glaube, dass es auf jeden Fall machbar ist, unter die besten zwei zu kommen. Dass wir die Franzosen an einem guten Tag schlagen können, haben wir in der Nations League gezeigt. Uns ist bewusst, dass wir uns gegen keinen Gegner ausruhen können, die haben alle gute Spieler in ihren Reihen. Da müssen wir schon von Beginn an Vollgas spielen und werden nicht durchrotieren können. Aber wir sind in guter Form und auf einem guten Weg, auch wenn wir beim Vorbereitungsturnier in Italien alle drei Spiele verloren haben. Aber da waren wir körperlich auch echt platt.

Was zu einem Teil sicherlich an dem Weltrekordsatz lag, den ihr beim 2:3 gegen Weltmeister Italien gespielt habt. 66:64 nach 89 Minuten – wie war dieses Erlebnis für einen Aktiven auf dem Feld?

Das war schon krass. Am härtesten war es mental, ich konnte mich nach diesem ersten Satz gar nicht mehr so richtig konzentrieren, weil der so lang war wie viele komplette Matches. Letztlich haben wir mehr als dreieinhalb Stunden gespielt, und das hat mich körperlich noch ein, zwei Tage beschäftigt, ich hätte nie gedacht, dass mich ein einzelnes Spiel so mitnehmen könnte. Auf dem Feld hat noch keiner von uns richtig verstanden, was da eigentlich abging, aber als wir dann gesehen haben, wie viel darüber berichtet wurde, kam schon die Freude auf, Teil eines solchen Ereignisses gewesen zu sein. Dass wir 2:3 verloren haben, war da fast schon zweitrangig. Ich glaube, solche außergewöhnlichen Geschichten sind sehr interessant für unseren Sport.

Sportlich sehr interessant, aber auch sehr kraftraubend ist über den Sommer die Nations League. Welche Bedeutung hat sie für euch als Team, welchen Stellenwert hat sie im Vergleich zur EM?

Da es keine Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele mehr gibt, hat sie eine hohe Bedeutung, denn dort kann man Punkte für Los Angeles sammeln. Das Problem ist, dass wir nie mit dem kompletten Team durchspielen können, weil wir im Sommer auch Pausen brauchen. Ich habe in diesem Jahr nur die letzte von drei Wochen mitgespielt. Grundsätzlich macht es großen Spaß, man spielt an coolen Orten und trifft nur auf die Topteams. Und mit Blick auf Olympia sollten wir im kommenden Jahr wirklich auf die Zähne beißen und komplett mit unserem besten Team antreten. Die EM ist im Vergleich zur Nations League noch einmal sportlich hochwertiger, weil dort alle mit ihren besten Kadern dabei sind. Die EM ist sportlich und emotional der Saisonhöhepunkt.

In manchen Sportarten ist der EM-Titel sportlich wertvoller als ein WM-Titel, weil die Konkurrenz in Europa deutlich stärker ist. Wie ordnest du das für den Volleyball ein?

Bei uns ist das nicht der Fall, da kommen bei einer WM einige Nationen dazu, die die europäische Spitze schlagen können. Sportlich wertvoll wäre eine EM-Medaille für uns aber trotzdem, um Aufmerksamkeit auf unseren Sport zu lenken und um zu zeigen, dass mit dem deutschen Volleyball mit Blick auf Los Angeles zu rechnen ist.

Wie blickt ein deutscher Nationalspieler auf die EM der Frauen, bei der Deutschland in der vergangenen Woche im Viertelfinale gegen die Türkei ausgeschieden ist? Würdest du dir mehr Doppelveranstaltungen wünschen, um gemeinsam die Saisonhöhepunkte erleben zu können?

Definitiv, das wäre schon cool, das haben wir ja bei den Olympischen Spielen in Paris gesehen. Wir begegnen dem deutschen Frauen-Team regelmäßig im Trainingslager in Kienbaum, wir unterstützen uns gegenseitig und schauen uns die Spiele an, wann immer wir können. Gemeinsame Turniere fände ich wirklich schön, und ich glaube, dass auch der DVV sich freuen würde, weil das in der Planung und vielleicht auch finanziell manches erleichtern würde.

„Der Safe Sport Code bleibt ein lernendes Regelwerk“

DOSB: Maike, Florian, ihr seid im DOSB wahrscheinlich am tiefsten mit der Thematik vertraut. Wie lautet euer erstes Fazit nach knapp zwei Jahren Safe Sport Code?

Florian Pröckl: Der Safe Sport Code ist im organisierten Sport angekommen. Ein großer Teil der Mitgliedsorganisationen hat sich inzwischen intensiv mit der Einführung im eigenen Verband befasst. Eine Reihe von Verbänden hat den Code bereits durch die eigene Mitgliederversammlung verabschieden lassen, zahlreiche weitere werden voraussichtlich im kommenden Jahr folgen. Damit zeichnet sich ab, dass viele Organisationen den Safe Sport Code bereits deutlich vor Ablauf der von den Mitgliedsorganisationen selbst beschlossenen Umsetzungsfrist Ende 2028 implementieren werden. 

Maike Herrlein: Das ist aus unserer Sicht ein guter Zwischenstand. Man darf nicht vergessen, dass viele Verbände nicht jedes Jahr Mitgliederversammlungen durchführen, in denen die notwendigen Satzungs- und Ordnungsänderungen beschlossen werden können. Gleichzeitig ist die Einführung des Safe Sport Codes auch mehr als ein formaler Beschluss: Zuständigkeiten sind zu klären und die nach dem Code vorgesehenen Strukturen zu schaffen, damit Verfahren durchgeführt werden können. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden.   

Gab es Entwicklungen, die euch überrascht haben oder mit denen ihr vorher so nicht gerechnet hättet?

Florian: Überrascht hat uns, wie groß das Interesse bei den Verbänden auf Landesebene und teilweise sogar bei den Vereinen bereits ist. Wir sprechen seit der ersten Veröffentlichung des SSC von einem Dekadenprojekt: Der Code soll schrittweise oder kaskadenartig von oben nach unten in die unterschiedlichen Ebenen des organisierten Sports hineinwirken. Eine flächendeckende Einführung auf Ebene der Landesverbände ist daher bewusst kein kurzfristiges Ziel. Und die Vereine kommen noch deutlich später. Gerade auf Vereinsebene ist es aus unserer Sicht ohnehin deutlich wichtiger, dass dort die Prävention funktioniert. Dass Schutzkonzepte vorhanden sind, Verantwortliche für das Thema sensibilisiert und qualifiziert werden und funktionierende Melde- und Beratungswege bestehen. Ein eigenes Sanktionssystem aufzubauen, um Strafen nach Fällen von Gewalt im eigenen Verein aussprechen zu können, erfordert dagegen Ressourcen, die viele Vereine nicht haben. Diese können und müssen aber auch nicht alle Vereine selbst vorhalten, wenn sie den Safe Sport Code umsetzen wollen. Denn hierfür müssen wir externe Strukturen schaffen, auf die Vereine bei der Durchführung von Untersuchungs- und Disziplinarverfahren zurückgreifen können. Der Aufbau dieser Strukturen wird allerdings noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Umso bemerkenswerter ist es, wie viele Vereine aber auch jetzt schon bereit sind, die Ressourcen trotzdem zu schaffen, und wie engagiert sie generell bei der Bekämpfung von interpersonaler Gewalt sind.

Warum war es notwendig, bereits vergleichsweise früh einen ersten Evaluierungsprozess anzuschieben und abzuschließen?

Maike: Die wichtigsten Erkenntnisse, ob etwas Neues funktioniert oder ob es an der ein oder anderen Stelle noch Anpassungen bedarf, erhält man regelmäßig erst im Prozess der Umsetzung, mit anderen Worten, wenn sich Personen mit dem Regelwerk intensiv beschäftigen. Etwas Vergleichbares zum Muster-Safe-Sport-Code gab es im deutschen Sport in dieser Form bislang nicht. Deswegen war klar, dass wir bestimmte Fragen erst dann wirklich beantworten können, wenn die Mitgliedsorganisationen mit der konkreten Implementierung beginnen und vielleicht sogar bereits erste praktische Erfahrungen mit dem Regelwerk sammeln konnten. Genau diese Erfahrungen wollten wir frühzeitig aufnehmen. Uns ging es darum zu schauen: Welche Regelungen funktionieren gut? Wo bestehen Verständnisfragen? Und wo zeigen sich bei der praktischen Umsetzung Punkte, die präzisiert oder angepasst werden sollten?

ZukunftsArena im DOSB: Wo der Wille zu Veränderung greifbar wird

Allzu oft kommt es nicht vor, dass Menschen sich über einen deutlichen Zuwachs an Arbeit freuen. Aber Michaela Röhrbein hinterließ am Donnerstagnachmittag im Haus des Sports an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise den ehrlichen Eindruck, mit den Resultaten der „ZukunftsArena 2026“ durchaus zufrieden zu sein. „Wir haben jetzt eine volle Agenda, aber wir werden uns gemeinsam mit euch darum kümmern. Wir werden Schritt für Schritt gemeinsam vorangehen und schauen, welche Veränderungen uns unseren Zielbildern für Sportdeutschland 2035 tatsächlich näherbringen – und wie wir sie gemeinsam verantworten und in die Umsetzung bringen können“, rief die Vorständin für Sportentwicklung im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) den rund 75 Teilnehmenden – zum größten Teil aus den Führungsebenen der Mitgliedsorganisationen –, die sich im DOSB-Hauptsitz zu so intensiven wie wichtigen Diskussionen getroffen hatten, zu.

Auf der DOSB-Mitgliederversammlung im Dezember 2025 wurden sechs messbare Ziele für Sportdeutschland 2035 verabschiedet. Sie bilden als langfristiger Orientierungsrahmen die Grundlage dafür, den organisierten Sport angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher, demografischer, technologischer und ökologischer Veränderungen zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Seitdem wurden die Ausgangslagen für alle sechs Ziele umfassend analysiert, in zwei Calls mit den Mitgliedsorganisationen diskutiert und daraus sechs große Hebel für die nächsten Entwicklungsschritte abgeleitet. Und weil die Ziele nur erreicht und die Hebel umgelegt werden können, wenn in Sportdeutschland möglichst viele mitziehen, soll in regelmäßigen Diskussionsformaten an ihrer gemeinsamen Weiterentwicklung gearbeitet werden. Die ZukunftsArena markierte damit den nächsten Schritt einer beteiligungsorientierten Entwicklung von der Analyse über strategische Richtungsfragen und Zukunftsbilder hin zu konkreten Maßnahmen. 

Michaela Röhrbein hält im Ziele-2035-Prozess die Fäden zusammen. Die ZukunftsArena wurde vom gesamten DOSB-Vorstand getragen und gemeinsam mit dem Ziele-2035-Kernteam aus Alexander Best mit Gesa Krensing, Miriam Seib und Max Brenker vorbereitet. Vorstand und Kernteam hatten bewusst zu ergebnisoffenen Diskussionen eingeladen, aus denen konkrete Handlungsaufträge entstehen sollten. Genau dieser Geist war schon am Mittwochabend spürbar. In einem energiegeladenen und inspirierenden Impulsvortrag blickte Dr. Arne Göring, Sportsoziologe und Leiter der Zentralen Einrichtung für Sport und Gesundheit an der Georg-August-Universität Göttingen, auf die gesellschaftliche Entwicklung bis 2035 voraus. „Smartphones und KI sind weiterhin die größten Umwälzungen, die wir erleben werden. Die Digitalität ist der Katalysator der De-Institutionalisierung des Sports“, so seine Prognose.

Ronny Rauhe ist neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt

Es war eine Personalie, die viele überraschte. Am Donnerstag um 14.30 Uhr trat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Bundeskanzleramt in Berlin vor die Medien, um die Neubesetzung einer Position zu verkünden, die seit Ende Juli vakant war. Nachfolger von Christiane Schenderlein, die vom Bundeskanzler als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesgesundheitsministerium versetzt worden war, und damit neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt wird Ronald Rauhe. Der 44 Jahre alte Berliner, der im Kanurennsport zwei olympische Goldmedaillen und insgesamt 16 WM-Titel gewinnen konnte, übernimmt das nach der Übernahme der aktuellen Regierungskoalition aus CDU und SPD im Frühjahr 2025 neu geschaffene Amt von der CDU-Politikerin Schenderlein, deren Demission in den vergangenen Wochen von vielen Seiten – auch aus dem DOSB – ebenso deutlich kritisiert worden war wie die Hängepartie bei der Neubesetzung.

„Mit Ronald Rauhe als neuem Minister für Sport und Ehrenamt möchte die Bundesregierung ein Zeichen setzen, dass wir den deutschen Sport als ein wichtiges Aufgabengebiet sehen. Gleichzeitig übernimmt er auch die Aufgabe, das Ehrenamt in Deutschland zu stärken. Ich bin sehr sicher, dass er der richtige Mann sein wird, auch hier im Bundeskanzleramt diesen großen Bereich des Sports und des Ehrenamts in unserer Republik zu stärken, zu unterstützen und auch jederzeit den Zugang zum Bundeskanzler zu haben. Ich freue mich sehr und danke noch einmal für die Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen“, sagte Merz, der Rauhe schon in einem vor der Pressekonferenz veröffentlichten Instagram-Post in seinem Team willkommen geheißen hatte.

Rauhes Gefühlswelt: stolz, glücklich, ein bisschen überwältigt

Der neue Staatsminister verglich seine emotionale Befindlichkeit mit dem Gewinn seiner ersten olympischen Medaille. „Ich war 18 Jahre alt, ich war stolz, ich war glücklich. Natürlich auch ein bisschen überwältigt. Aber eins wusste ich schon damals sehr genau: Diese Medaille gehört mir nicht alleine. Dahinter standen Trainerinnen und Trainer. Meine Familie, Ehrenamtler und ein Land, das mir die Möglichkeit gegeben hat, diesen Traum zu leben. Heute erlebe ich wieder einen Moment, der mich sehr berührt. Nicht als Athlet, sondern ab heute als Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Vielen Dank für dieses Vertrauen“, sagte er.

Drei Dinge lägen ihm besonders am Herzen: Er wolle die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele mit voller Kraft vorantreiben. Deutschland solle wieder zu den erfolgreichsten Sportnationen der Welt gehören und deshalb die beschlossene Spitzensportreform konsequent weiter vorantreiben. Und er werde dafür kämpfen, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Spitzenleistungen entstehen können, sicher und mit starken Trainerinnen und Trainern sowie Ehrenamtlichen, die mehr Unterstützung und vor allem volle Wertschätzung erhalten sollen. „Ich weiß, es liegen große Aufgaben vor uns, aber wenn ich eins im Sport gelernt habe, ist es, dass man große Titel niemals allein erreicht. Man erreicht sie gemeinsam. Sport und Ehrenamt können unser Land stärker machen, und genau dafür möchte ich arbeiten“, sagte er.

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